Winschoten

Winschoten, die Stadt der ‘Tellerlikkers’ (Tellerlecker)

Winschoten oder Windschoten, wie man in Deutschland oft fälschlicherweise schreibt, wird auch “die Rose der Region” genannt. Diesen Namen verdankt sie dem Rosarium, dem historischen Stadtzentrum, aber auch den kleinen geselligen Einkaufsstraßen. Die Stadt Winschoten blickt zurück auf eine reiche Geschichte, sie erhielt bereits im Jahr 1391 Stadtrechte. Die vielen historischen Gebäude und die drei alte Mühlen halten die Vergangenheit unserer Region lebendig.

 

Verbinden Sie einen ausgedehnten Einkaufsbummel mit einer Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten und Restaurants oder Kunst und Kultur. Im Herzen von Winschoten befindet sich das Rosarium, seit seiner Gründung im Jahr 1967 eines der bekanntesten der Niederlande. 

Die Geschichte von Winschoten
Im Mittelalter war Winschoten, umgeben von unwegsamen Sümpfen und Mooren, ein Treffpunkt für Reisende von und nach Deutschland. Während der französischen Besetzung entstanden in Winschoten diverse Büros für Hypotheken und Registrierung, sowie ein Amtsgericht und ein Finanzamt . Durch den Bau eines Gymnasium und weiterer Schulen, dem Ausbau der Verkehrswege, und dem technische Fortschritt erblühte Winschoten Ende des 19. Jahrhunderts vollauf und wurde zum Zentrum für Großhandel und Industrie.

Die Landwirte im Oldambt waren reich und bauten feudale, sogenannte ‘Renteniers-Häuser’. Das Kultur- und Vereinsleben blühte wie nie zuvor, und Vereine wie 'De Harmonie', der 1809 gegründet wurde, bestehen noch immer.

Tellerlikker
Schon früh nannten die Bauern aus der Umgebung die Einwohner von Winschoten spöttisch 'Tellerlikker' (Tellerlecker). Während die Menschen auf dem Land noch aus einem Topf aßen, benutzten die Winschoter bereits Teller. Heutzutage trägt Winschoten den Namen ‘Stadt der Tellerlikker’ mit Stolz.

Kleinod
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende romanisch-gotische Kirche im Herzen von Winschoten ist ein Kleinod der Stadt. Unser Tipp: Bewundern Sie die wunderschönen alten Fenster und die Ölbilder, des bekannten niederländischen Malers Jannes de Vries (‘De Ploeg’).

In dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Turm ‘D'Olle Witte’ erklingt seit 1932 dem Glockenspiel über der Innenstadt von Winschoten.

Die ehemals jüdische Bevölkerung von Winschoten
Im Oldambt lebten vor dem 2. Weltkrieg viele Juden, meist waren es Händler mit unterschiedlichen kommerziellen und industriellen Unternehmen. Nach der Deportation und dem Ende des Krieges kehrten nur wenige von Ihnen nach Winschoten zurück. Eine Gedenktafel am Bahnhof, und das Denkmal an ‘de Venne’ erinnert an diese dunklen Zeiten unserer Geschichte.

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